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Südschwarzwald


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Stühlingen

Der Luftkurort Stühlingen bietet das Flair einer romantischen Kleinstadt, verbunden mit einer malerisch schönen Lage am Rande des Südschwarzwaldes und in direkter Nachbarschaft zur Schweiz. Die verwinkelten Gassen und romantischen Plätze verzaubern jeden Besucher. Hier findet jeder nach dem anstrengenden Alltagsstress die nötige Ruhe und Erholung.

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Stühlingen ist nicht nur die Heimat seltener Orchideen; hier haben die Menschen auch die Vorteile einer unberühten natur und reiner frischer Luft. Im gemäßigt angenehmen Reizklima bietet das Städtchen jedem ein einmaliges Naturerlebnis.

Stühlingen hat aber noch mehr zu bieten: Sport und Spaß. Nicht nur zwei Schwimmbäder stehen zur Verfügung, auf dem Golfplatz "Obere Alp" ist die 9-Loch-Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich. Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz steht allen "Handicap-Golfern" offen.

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Bekannt sind die Stühlinger Bürger auch für ihre Liebenswürdigkeit. Am besten in einem der vielen gemütlichen Restaurants, Cafés und Gasthöfe. Ob Feinschmeckerlokal oder gutbürgerlich, bei der kulinarischen Entdeckungsreise kommt hier niemand zu kurz. Tradition und Brauchtum bestimmen die Heimatfeste, zu denen selbstverständlich auch die Gäste eingeladen sind. Ein besonders Erlebnis ist die Fastnacht mit närrischem Treiben auf allen Straßen und in den Hallen.

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Zur Geschichte Stühlingens

Als Siedlung ist Stühlingen uralt. Dank seiner günstigen Lage und der Quellwasserversorgung war es von der frühesten Zeit an zum Siedlungsland geeignet. So bebauten schon Menschen der jüngeren Steinzeit (etwa 3000 bis 2000 v. Chr.) den Boden, weideten ihr Vieh, jagten und fischten. Funde zeugen von der Anwesenheit der Menschen in der Bronzezeit, in der älteren Stein- und Hallstattzeit, von Kelten und schließlich von Römern. Sie errichteten hier eine Kleinstadt, die der 21. Legion als Stützpunkt diente. Es handelte sich um die Stadt Juliomagus, von der in unserer schweizer Nachbarschaft wesentliche Teile vor ein paar Jahren ausgegraben und zugänglich gemacht wurden. Außerdem soll das Stühlinger Schloß auf dem Sockel eines römischen Wart- und Signalturmes stehen.

Mit dem Vordringen der Germanen nach Süden zogen sich die Römer allmählich zurück und verloren nach dem Jahre 400 n.Chr. dieses Gebiet vollständig aus ihrer Verwaltung. Nach ihnen kamen die Alemannen hierher, führten ihre Dorfsiedlungsweise ein, verteilten das Land und bezeichneten die Ansiedlung nach dem Sippenältesten. Stühlingen gehörte zu dem von den Alemannen gebildeten Albgau, der das Gebiet zwischen dem Rhein im Süden, der Wutach im Norden und Osten und der Murg im Westen umfaßte.

Zu dieser Zeit werden die ersten Edlen von Stühlingen genannt, so im Jahre 1084 ein Gerung, als "comes de Stulingen" bezeichnet und 1131 ein Luitpold von Stüelingen. Als erster Graf der Landgrafschaft Stühlingen tritt Rudolf von Lenzburg auf. Die Grafen hatten hier ihren Sitz und saßen hier zu Gericht. Über 399 Jahre lang bestimmte das aus dem Württembergische stammende Geschlecht der Grafen von Lupfen die Geschicke dieses Gebietes. Nach ihnen ist das Wahrzeichen von Stühlingen, das Schloß Hohenlupfen, benannt. Sie verliehen 1262 die Stadtrechte. In ihre Herrschatfszeit fallen so bedeutende Ereignisse wie die fast völlige Zerstörung der Burg und Stadt im Schweizerkrieg 1499 und 1524 der Ausbruch des Deutschen Bauernkrieges, jener gewaltigen Erschütterung des europäischen Völkerlebens, die Leopold von Ranke als "das größte Naturereignis des deutschen Staats" bezeichnet hat. Nach dem Aussterben des Grafengeschlechts Lupfen 1582 kommt die Landgrafschaft in den Besitz der Erbmarschälle von Pappenheim. Sie gaben der Burg ihre heutige Gestalt. 1639 fielen Stühlingen und die Landgrafschaft an das Haus Fürstenberg. Noch heute ist das Schloß "Hohenlupfen" im Besitz des Fürsten zu Fürstenberg, während die Ländereien 1806 staatsrechtlich an das Großherzogtum Baden übergingen.

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Stühlingen ist aber nicht nur ein historisches, es ist auch ein lebendiges Städtchen. Seine Bürger waren immer wieder gezwungen, aber auch in der Lage, mit Fleiß, Geduld und Regsamkeit die Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Denn Probleme gab es von jeher. Sie reichten von Naturkatastrophen über politische und militärische Wirren, bis zu Seuchen, die fast die gesamte Bürgerschaft auslöschten oder die Stadt in grenzenlose Verarmung stürzten. Auch politische Erscheinungen trafen Stühlingen oft hart. Sie führten z.B. zum Abzug einer ganzen Reihe von öffentlichen Einrichtungen und Dienststellen und zur Stillegung der Wutachtalbahn, der seinerzeit aus strategischen Gründen erbauten Bahnlinie, die heute als Museumsbahn betrieben wird und als "Sauschwänzlebahn" weit bekannt ist. Stühlingen schaffte es immer wieder, ein reges Geschäfts- und Kulturleben zu entwickeln. So wurde das Städtchen schon sehr früh zu einem bedeutenden Mittelpunkt dieser Gegend, wie z. B. die früher sehr bedeutenden Märkte zeigen. Handwerker vieler Berufe machten sich seßhaft, Handel und Gewerbe hatten gute Zeiten. Handwerks-, Handels-, Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe sind auch heute ausreichend vorhanden. Neben dem Gewerbe und der Landwirtschaft hat sich der Fremdenverkehr im staatlich anerkannten Luftkurort Stühlingen gut entwickelt.

Reges kulturelles Leben und die guten schulischen Möglichkeiten haben die Bedeutung Stühlingens als Mittelpunkt des oberen Wutachtals gestärkt. Eine bedeutende Veränderung der Gemeindestruktur in unserer Heimat brachte die Gemeindereform in den Jahren 1973 bis 1975 mit sich. Durch sie wurden die ehemals selbständigen und durchweg sehr alten und einst bedeutenden Orte Bettmaringen, Blumegg, Eberfingen, Grimmelshofen, Lausheim, Mauchen, Schwaningen, Wangen und Weizen mit Stühlingen vereinigt. Stühlingen wurde mit der Gemarkungsfläche von 9.319 ha die größte Flächengemeinde des Landkreises Waldshut.

Die reiche Geschichte dieser Stadt und ihrer Ortsteile verpflichtet uns alle zur Erhaltung der vorhandenen historischen baulicher Substanz und zur Pflege der örtlichen Kultur und des Brauchtums.

Das Wappen von Stühlingen in den Farben blau und silber zeigt einen bärtigen Mannesrumpf mit Mütze. Es dürfte dem Wappen der Grafen von Lupfen entlehnt sein, wie ein städtisches Wappensiegel von 1496 zeigt. Die Flaggenfarbe von Stühlingen ist weiß-blau.

Ortsteile

Bettmaringen
Östlich der Steina auf der Alb in 720 Meter Höhe liegt Bettmaringen. Durch die Fruchtbarkeit des Bodens und die Lage, war der Ort schon früh besiedelt, davon zeugt eine vorchristliche Zufluchtsburg auf der "Büge". In dem Thurgauer Urkundenbuch wurde der Ort erstmals als "Pathemaringen" erwähnt, und von der römischen Besatzungszeit zeugen römische Funde, unter ihnen eine goldene Gewandnadel. Abt Martin I. von St. Blasien erwarb von Max Graf von Pappenheim die Herrschaft Bettmaringen, und der Ort wurde Sitz eines St. Blasianischen Amtes, das Wappen des Klosters an Pfarrhaus und Kirchturm erinnern an diese Zeit. Die Burgruine Steinegg und Roggenbach erheben sich nördlich von Bettmaringen über die Steina. Das Wappen von Bettmaringen zeigt den heiligen Georg, dem früheren Kirchenpatron von Bettmaringen, im Kampf mit dem Drachen.

Blumegg
Die Gründung des Dorfes dürfte im 9. Jh. erfolgt sein. Die Burg Blumegg, Sitz der Herren von Blumegg, stand wahrscheinlich etwa in der Mitte des Dorfes. Nach mehrfachem Besitzwechsel kam Blumegg 1456 durch Kauf zu gleichen Teilen an die Klöster Reichenau und St. Blasien und kurz danach ganz an St. Blasien, das bis zur Auflösung des Klosters alle Rechte ausübte. 1820 brannten 25 Häuser nieder, nur die Kirche und sechs Häuser blieben verschont. Das Wappen von Blumegg mit dem fünffach geteilten Schild in Rot und silber-blauem Wolkenschnitt entspricht dem Wappen der Herren von Blumegg als Lehensleute der Fürstenberger.

Eberfingen
In einer Urkunde des Klosters St. Gallen wird Eberfingen 929 erstmals erwähnt. In Eberfingen gab es ab 1501 ein Eisenschmelzwerk, an dem auch das Kloster St. Blasien beteiligt war. 250 Jahre später allerdings ging das Werk wegen Holzmangels ein. Damals wurden Tiroler Holzfäller nach Eberfingen verpflichtet, die dann aber, als das Werk in Schwierigkeiten geriet, wieder abwanderten. Einer der Führer der aufständischen Bauern im Bauernkrieg war Hans Wirth von Eberfingen. Mit der wilden Wutach hatten es die Eberfinger immer wieder in ihrer Geschichte zu tun. Mehrmals riß der Fluß Brücken und Stege fort. Über dem Dort weithin zu sehen ist die "Eberfinger Kapelle", die gestiftet wurde. Besonders das Gitter der Kapelle ist sehenswert. Bis 1806 gehörte Eberfingen zur fürstenbergischen Landgrafschaft Stühlingen. Das Wappen von Eberfingen mit seinen drei Tannen wurde von einem früheren Lacksiegel übernommen.

Grimmelshofen
Genannt wird der Ort erstmals in einer Urkunde des Klosters St. Gallen 809. In "Grimmwaltshofen" so wurde der Ort genannt, erhielt das Kloster St. Gallen Güter. Nach mehreren Wechseln der Herrschaft kam Grimmelshofen an das Kloster St. Blasien, in dessen Hand es bis 1806 blieb. 973 wurde die erste Kirche erwähnt. Die dem hl. Martin geweihte heutige Kirche ist in der zweiten Hälfte des 17. Jh. errichtet worden. Das Wappen von Grimmelshofen mit den gekreuzten Säbeln erinnert an das am 12. Oktober 1799 in Grimmelshofen stattgefundene Gefecht zwischen Österreichern und Franzosen.

Lausheim
Am 11. Mai 780, der erstmaligen Erwähnung von Lausheim, verkauften Richsind und Wenilo ihren Besitz von Lausheim an das Kloster St. Gallen, wobei sie ihn als Lehen wieder zurück erhielten. Die weitere Geschichte von Lausheim wurde dann von den Grafen von Nellenburg, welche hier lange das Vogteirecht ausübten, sowie von den Herren von Blumegg bestimmt. 1456 konnte das Kloster St. Blasien, nachdem der Ort schon vorher einmal kurze Zeit diesem Kloster gehört hatte, Lausheim endgültig übernehmen. Lausheim besitzt eine kunstgeschichtlich bedeutende Kirche, die dem hl. Nikolaus geweiht ist. Im Innern der Kirche befindet sich die Nikolauskapelle, in ihr soll früher ein Meßgewand des Heiligen Nikolaus aufbewahrt worden sein. Das Wappen von Lausheim zeigt im oberen Teil eine blaue Hirschstange als Erinnerung an die Herrschaft Nellenburg und im unteren Teil einen steigender Hirsch, angelehnt an das Wappens der sanktblasischen Herrschaft.

Mauchen
In einer Urkunde aus dem Jahre 1119 wird Mauchen als "Muchheim" erstmals erwähnt, und zwar im Zusammenhang mit dem Adel des Ortes, dem Edlen von Muchheim. Mauchen gehörte im 10. und 11. Jh. zum Oberen Albgau, dann bis 1806 zur fürstenbergischen Landgrafschaft Stühlingen 1875 wurde Mauchen von einer Brandkatastrophe betroffen, 42 Häuser brannten nieder. Die Entwicklung des Ortes geht von einer ausschließlich durch Landwirtschaft geprägten Gemeinde in Richtung einer Wohngemeinde mit dörflichem Charakter. Die rote Rose in der Mitte des Wappens von Mauchen erinnert an die früheren Lehensleute der Fürsten zu Fürstenberg , den Herren von Almshofen im Ort, das silber-blaue Wolkenbord verweist auf die frühere fürstenbergische Landeshoheit Stühlingen.

Schwaningen
Schwaningen dürfte eine der ältesten Siedlungen im Landkreis sein, denn bereits 766 gibt eine Urkunde Nachricht von der Existenz eines "Svaninga", dessen Namen zahlreichen Wandlungen unterworfen war, bis das Dorf ab Mitte des 16. Jh. den jetzigen Namen erhielt. Zu den sehr alten Gotteshäusern gehört auch die dem hl. Martin geweihte Kirche. Herren des Ortes Schwaningen waren die Landgrafen von Stühlingen, einige Zeit die Küssaberger und die Grafen von Lupfen. Das Wappen von Schwaningen zeigt in Anlehnung an den Ortsnamen einen silbernen Schwan.

Wangen
- Unterwangen

In einer Urkunde aus dem Jahre 1065, in der König Heinrich IV. den Besitz des Klosters St. Blasien bestätigt, wird auch Unterwangen erwähnt, das damals noch gemeinsam mit Oberwangen als "Wangen" erscheint. Erst im Laufe des 13. Jh. werden die beiden Orte getrennt aufgeführt. Die Kapelle im Ort ist dem hl. Wendelin geweiht. 1897 wurde fast das ganze Dorf durch eine Feuersbrunst vernichtet. Das Wappen von Unterwangen zeigt innerhalb des silber-blauen Wolkenbords der früheren fürstenbergischen Landeshoheit Stühlingen in Anlehnung an die frühere Mühle im Dorf ein vierspeichiges schwarzes Mühlrad.
- Oberwangen
Der Ort wurde im Jahre 955 als "villa Lutwanga in pago Albegou" erstmals erwähnt und gehörte dem Bischof Gebhard II. von Konstanz. Die nächste Erwähnung des Dorfes Wangen erfolgt 1065 in einem Diplom von Kaiser Heinrich IV, in dem ein dritter Teil von Wangen als Besitz des Klosters St. Blasien aufgeführt wird. Oberwangen lag in der Landgrafschaft Stühlingen, die nacheinander in der Hand der Grafen von Stühlingen, Küssaberg, Lupfen, Pappenheim und der Fürsten von Fürstenberg war. Begütert waren in Wangen das Kloster St. Fiedes in Grafenhausen, eine Gründung der Grafen von Nellenburg, das Kloster Allerheligen in Schaffhausen, zu dem besonders enge Beziehungen bestanden, die Klöster Reichenau, St. Gallen und Riedern am Wald. Die Dorfmühle stand ursprünglich im Ortsteil Sparrenberg; 1611 wurde sie in den Talgrund zwischen Ober- und Unterwangen verlegt. Nach dem Brand von 1832 wurde sie wiederaufgebaut. 1696 wurde als erstes Anwesen an der Alpstraße von Stühlingen nach Bonndorf das Gasthaus zum "Schwarzen Adler", heute "Obere Alp" erbaut. Oberwangen mit der St. Michaels-Kirche war einer der ältesten und bereits 1275 erwähnten Pfarrorte, bis es 1435 der Pfarrei Bettmaringen zugeteilt wurde, zu der es heute noch gehört. Das Wappen von Oberwangen zeigt innerhalb des silber-blauen Wolkenbords der früheren fürstenbergischen Landeshoheit Stühlingen ein rotes Flammenschwert mit goldenem Griff. Das rote Flammenschwert mit goldenem Griff erinnert an den heiligen Michael, Kichenpatron von Oberwangen.

Weizen
In einer Urkunde des Klosters St. Gallen wird Weizen als "Wizia" bereits 778 erwähnt. 871 heißt der Ort "Weizin". 1275 bekam St. Blasien in Weizen Grundbesitz Die Pfarrei Weizen war früher dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen eingegliedert. Als das Kloster 1529 aufgelöst wurde, wurde Weizen Filiale der Pfarrei Schwaningen, 1727 errichtete der Bischof von Konstanz die Pfarrei in Weizen wieder. An der bläsmischen Zehntscheuer steht die Jahreszahl 1575, und ein Kachelofen aus dem Jahre 1778 erinnert an das Wirken des Vogts Martin Büche im Auftrag des Klosters St. Blasien. Das Wappen von Weizen zeigt innerhalb des silber-blauen Wolkenbords der früheren fürstenbergischen Landeshoheit Stühlingen ein goldenen Kelch, als Erinnerung an den Heiligen Konrad, Bischof von Konstanz (934 bis 975), Schutzpatron der 1838 erbauten Pfarrkirche. zu Weizen.

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